
Programm
Hier findest du das gesamte Programm des Projektes zuhause.anderswo auf einen Blick - beginnend mit der Eröffnungsfeier am 12. April bis hin zum Festival im September.
Viel Spaß beim Durchblättern!
13:00-14:00 | Begrüßung und Projektvorstellung
Es sprechen:
Jens Böhrnsen
Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen
S.E. Maurice Gourdault-Montagne
Botschafter der Republik Frankreich in Deutschland
Jacques Toubon
Ehem. Kulturminister Frankreichs, Präsident des Beirats der Cité nationale de l’histoire de l’immigration (Museum für Migration, Paris), französischer Präsident des deutsch-französischen Kulturrates, Ehrenstaatsrat
und die Projektinitiatoren
14:00-14:30 | Entdeckung der ZON-MAI
14:30-16:00 | Debatte - Welche Form des interkulturellen Dialogs für die Gesellschaft von morgen?
Mit Dr. Stefan Luft (Privatdozent an der Universität Bremen) und Luc Gruson (Direktor des Museums für Migration in Paris)
Moderation: Johannes Wetzel (Kulturjournalist in Paris für die Berliner Zeitung / Die Welt)
Grußwort: Charles Malinas (Botschaftsrat und Leiter des Institut français d'Allemagne)
Simultanübersetzung Deutsch/Französisch
Das Institut français Bremen in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung, im Rahmen der Deutsch-Französischen Dialoge
16:00-18:00 | Entdeckung der ZON-MAI und Imbiss
20:00 | Premiere des Tanzstücks „The Drift“
steptext dance project / Montréal Danse
Choreografie: Helge Letonja, Musik: K. Shim / G. Stäbler, Video: K. Chun
Zweiter Teil der Trilogie DisPLACING Future zu den Themen Migration und
Wanderungen
Weitere Vorstellungen: 13., 14., 15., 21. und 22. April
QUARTIER Workshops
Über den gesamten Ausstellungszeitraum – 12. April bis 12. Mai 2012 – organisiert QUARTIER Workshops mit Schulklassen zu den Fragestellungen, die das Kunstwerk aufwirft – Wo bin ich zu Hause? Was bedeutet Heimat für mich?, etc.
Kontakt: QUARTIER, Tel.: 0421 - 525 16 07
Podiumsdiskussion zum Thema „Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung - Politik für Papierlose in Deutschland und Frankreich“
Gesprächspartner: Martina Zimmermann (Journalistin in Paris), Olaf Bernau
(ADA und No lager), Holger Dieckmann (Humanitäre Sprechstunde für papierlose
Einwanderer)
Institut français Bremen in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer und dem Runden Tisch Hausangestellte
Kontakt: Institut français. Tel.: 0421 - 339 44 13
Nordwestradio unterwegs
Radiosendung vor Ort
Podiumsdiskussion zum Thema „Leben riskieren, um leben zu können: Motive und Folgen der nordafrikanischen Migration und Revolution“
Gesprächspartner: Kapitän Stefan Schmidt (Cap Anamur, Flüchtlingsbeauftragter
Schleswig-Holstein), Helmut Dietrich (Berliner Forschungsgesellschaft Flucht und Migration), Barbara Laubenthal (Universität Tübingen, Soziologisches
Institut - Migration und Integration, Transnationale Beziehungen und
Arbeitsmärkte)
Tausende sterben im Mittelmeer. 2011 gab es dort mehr Tote als je zuvor. Es ist eine ganze Generation, die aus Perspektivlosigkeit den gefährlichen Seeweg nach Europa auf sich nimmt. Die gleiche Generation, die in Nordafrika Revolutionen anfachen konnte. Die jungen, gut ausgebildeten Menschen, die dort für mehr Demokratie und eine sicherere Zukunft kämpften, unterscheiden sich in ihren Wünschen nicht von jenen in Spanien oder Griechenland. Europa ringt nicht nur auf den Finanzmärkten mit den längst globalen Zusammenhängen. Hängt die Zukunft aller nicht auch davon ab, dass wir lernen, in transnationalen Verbindungen zu denken, statt uns in Abschottungsstrategien zu ergehen? Europa braucht Einwanderung. Muss es seinen Beitrag zu global stabileren Verhältnissen leisten, indem es sich mehr öffnet? Könnte eine postrevolutionäre politische Neuordnung in Nordafrika auch die interkontinentalen Machtverhältnisse ändern?
steptext dance project in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer in der Reihe „UnterWegs“
Kontakt: steptext dance project, Tel.: 0421 - 70 42 16
Filmvorstellung „Le Havre“, Aki Kaurismäki (OmdtU)
Le Havre spielt in der titelgebenden französischen Hafenstadt und zeichnet in anrührenden Bildern die Begegnung zwischen dem ehemaligen Literaten Marcel Marx und dem afrikanischen Flüchtlingskind Idrissa.
Der goldene Drache von Roland Schimmelpfennig
szenische Lesung mit Ensemblemitgliedern der bremer shakespeare company
Im Mittelpunkt steht das China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant „Der goldene Drache“. Ein "Katastrophenmärchen",eine "Tragödie, ein Gesellschaftsgaukelspiel, eine Komödie mit blutigem Untergrund über Küchenhilfen ohne Papiere. Bei Roland Schimmelpfennig wird die gnadenlose Ausbeutung rechtloser Migranten nicht zum Politkitsch, sondern zu einer Absurdität, die als Aufklärung Spaß macht und als Sujet erschüttert.
Kontakt: bremer shakespeare company, Tel.: 0421 - 500 222
Lesung von Michaël Ferrier
Der Autor wird als Preisträger des Literaturpreises der Porte Dorée 2011 eingeladen, mit dem die Cité herausragende Werke zur Thematik des Exils auszeichnet. In Bremen stellt der Autor im Rahmen des Welttags des Buches sein neues Werk Fukushima – Récit d’un désastre (Fukushima – Erzählung einer Katastrophe) vor.
Das Institut français in Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor
Moderation und Übersetzung: Ina Kronenberger
Kontakt: Institut français. Tel.: 0421 - 339 44 13
Zur thematischen Weiterführung der Lesung von Michaël Ferrier am Montag, den 23. April 2012, präsentiert das Kino City 46 am Mittwoch, den 25. April 2012 um 20.30 Uhr den Film „Akira Kurosawas Träume“ - ein Episodenfilm des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa aus dem Jahre 1990. Der Film übersetzt 8 Träume des Regisseurs, die verschiedene Stadien in seinem Leben betreffen, in beeindruckende Bilder. Unter anderem umfassen diese Traumbilder eine bedrückende Sequenz über einen imaginären Atomunfall – eine Sequenz, die Michaël Ferrier in seinem Werk „Fukushima – Récit d’un désastre“ zitiert.
Vernissage der Ausstellung von Fabien Maheu und den Studenten der Hochschule für Künste, Klasse von Jean-François Guiton
Der französische Videokünstler, Film- und Theaterregisseur Fabien Maheu und die Studenten setzen sich im künstlerischen Schaffensprozess mit den Fragen auseinander, die das Kunstobjekt ZON-MAI aufwirft.
Installation und Performance in Anschluss an den Workshop:
Kontakt: Institut français. Tel.: 0421 - 339 44 13
Symposium „Deutsche und französische Kolonisation“
Spezialisten aus Deutschland und Frankreich laden Sie dazu ein, das Thema in einer vergleichenden Perspektive zu entdecken oder zu vertiefen.
PROGRAMM
13h00-13h15: Empfang der Teilnehmer
13h15-13h45: Pr. Dr. Elisabeth Arend (Universität Bremen): "Franko-algerische Mittelmeer-Träume in der kolonialen Ära"
13h45-14h00: Fragen zu dem Vortrag
14h00-14h30: Dr. Elisabeth Zollmann (Paris IV). Deutsche Kolonisation in Afrika und Propaganda; vergleichende Perspektive Frankreich-Deutschland; Einführung in die Propagandafilme Carl Peters (1941) und Germanin (1943)
14h30-14h45: Fragen zu dem Vortrag
14h45-15h00: Kaffeepause
15h00-15h30: Pr. Dr. Axel Dunker (Universität Bremen) : Der 'neue deutsche Kolonialroman'. Von Uwe Timms "Morenga" zu Christian Krachts "Imperium".
15h30-16h00: Fragen zu dem Vortrag und zum ganzen Symposium
16h00-17h00: Gemeinsamer Gang zum Postamt und Führung der ZON-MAI
17h00-17h30: Imbiss
17h30-18h00: Rückkehr zum Institut français
18h00-22h00: Filmvorstellungen mit einer Einführung von Frau Dr. Zollmann
Carl Peters (1941, Herbert Selpin, 117 min.)
Germanin - Die Geschichte einer kolonialen Tat (1942-42, Max W. Kimmich, 92 min.)
Eine Pause mit Getränken und Snacks zwischen den beiden Filmvorstellungen ist vorgesehen.
Moderation: Dr. Nadège Le Lan
Das Institut français in Kooperation mit der Universität Bremen / Romanistik am Fachbereich 10, INPUTS und GIRAF-IFFD
Filmvorstellung "Welcome", Philippe Lioret
Zu Fuß vom Irak bis nach Calais, Frankreich - der 17-jährige Bilal hat es geschafft. Den Flüchtling trennt nur noch der Ärmelkanal von seiner Liebe, die nach England immigriert ist. Schwimmlehrer Simon will Bilal das Schwimmen beibringen, auch wenn er sich mit seiner Hilfe für den so genannten Illegalen strafbar macht. Das spannende berührende Drama beruht auf unglaublichen Tatsachen. Auch in Deutschland ist Hilfe strafbar – selbst für Ärzte unterliegt die Schweigepflicht der Auslieferungspflicht.
F 2009, Regie: Philippe Lioret, mit Vincent Lindon, Firat Ayverdi, 109 Min. OmU
TERMINE:
Fr. 11.5. + Mo. 14.5. um 20.30 Uhr; So. 13.5. + Mi. 16.5. um 18.00 Uhr
Filmvorstellung "Sous le sable", François Ozon
Wie in jedem Jahr verbringen Marie und Jean, ein Paar in den Fünfzigern, ihren Urlaub an der Atlantikküste. Während Marie kurz am Strand einschläft, geht ihr Mann schwimmen. Dabei verschwindet er spurlos.
Der Strand wird abgesucht - ohne Resultat. Es gibt keine Leiche und somit auch keinen Beweis seines Todes. Nach dem ersten Schock verweigert sich Marie jeglicher Trauer, klammert sich an die Vorstellung, dass er noch lebt. So bleibt Jean wie ein Geist in ihrem Leben präsent; sie erzählt ihm ihren Tagesablauf, von Freunden und der Arbeit, kauft ihm sogar eine Krawatte. Schließlich versucht Maries beste Freundin Amanda, Jean aus Maries Leben zu entfernen, indem sie sie mit dem Verleger Vincent verkuppelt. Marie lässt sich auf eine Affäre ein, doch sie begeht "Ehebruch" in ihrer Wahrnehmung. Als Vincent sie zwingen will, der Realität - und damit dem Tod von Jean - ins Auge zu sehen, verlässt sie ihn. Doch für Marie wird es immer schwerer, die Illusion aufrechtzuerhalten.
"Unter dem Sand" wurde in drei Kategorien für den "César" nominiert (Beste Hauptdarstellerin, Bester Regisseur, Bester Film), auch bei dem Europäischen Filmpreis waren Charlotte Rampling und François Ozon für Auszeichnungen nominiert.
TERMINE
Do. 7.6. + Di. 12.6. um 20.00 Uhr, Sa. 9. + So. 10.6. um 20.30 Uhr
Festivalauftakt
19:00 Podiumsdiskussion
„Von der ZON-MAI aus Paris zum bremisch-internationalen Kulturprojekt zuhause.anderswo“
Mit Gilles Delmas (Videokünstler aus Paris, ZON-MAI), Helge Letonja (Künstlerischer Leiter, steptext dance project) und Opiyo Okach (Choreograf)
Moderation: Lucia Hodinka (Funkhaus Europa)
20:00 Offizielle Festivaleröffnung
Es sprechen: Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (bestätigt) und S.E. Henri Antoine Turpin, Botschafter der Republik Senegal in Deutschland (angefragt)
20:15 HOME 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m
Uraufführung der Tanzstücke “homescapes” / “The house that never walked”
Choreografie: Helge Letonja und Opiyo Okach
steptext dance project in Kooperation mit Jant-Bi / École des Sables
Afrikanische und europäische Tanzformen im Dialog: „Zuhause“. HOME. – Ein innerer oder äußerer Ort, eine Prägung, eine Erinnerung, Zugehörigkeit, temporärer Zustand, eine Sehnsucht oder ein Entwurf? Mit jeweils eigenen Blickwinkeln und Schwerpunkten choreografieren der aus Österreich stammende und in Bremen lebende Helge Letonja (steptext dance project) und der unter anderem in Frankreich produzierende gebürtige Kenianer Opiyo Okach mit Tänzer / innen aus Afrika und Europa ihre Stücke zum Thema „zuhause“...
Eintritt: Normalpreis 16,- € / 8,- € (zzgl. VVK-Gebühr)
Kulturticket: 3,- €
Karten gibt es an allen Nordwest Ticket-Verkaufsstellen, sowie telefonisch unter 0421 – 700 141 und online auf: www.schwankhalle.de/tickets
Produktion: steptext dance project in Kooperation mit Jant-Bi / École des Sables (Toubab Dialaw, Senegal). Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Goethe-Institut Dakar, Institut français Deutschland, Senator für Kultur Bremen, Institut français Bremen.
weitere Vorstellungen von Home 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m:
23. und 26.-29. September, jeweils um 20 Uhr in der Schwankhalle Bremen
Im Anschluss an die Vorstellungen im Foyer der Schwankhalle: Filmdokumentation zum Entstehungsprozess des Projektes HOME 52° 30‘ N 13° 23‘ E ELEV 37 m von Angelika Prox-Dampha im Auftrag des Goethe-Instituts Dakar.
Flying Banquet mit den internationalen Künstlerensembles zuhause.anderswo
steptext dance project / École des Sables, QUARTIER, bremer shakespeare company / Comédias do Minho, Fabien Maheu / Institut français Bremen
in einer Inszenierung von Lee Beagley
Schauspieler der bremer shakespeare company und des portugiesischen Ensembles Comédias do Minho schlüpfen in die Rolle der Gastgeber. Mit Charme und Ironie leiten sie die Besucher durch den Abend und entführen sie in verschiedene künstlerische Welten: Bereits am Fuße des Treppenaufgangs heißen Schüler der QUARTIER-Projekte die Zuschauer mit einer Tanz- und Percussionsperformance Willkommen. Im Wasserturm angekommen, präsentiert der französische Künstler Fabien Maheu die Videoperformance „They ate the earth“- eine multimediale Performance zwischen Lautpoesie, Theater, Videoinstallation und digitaler Kunst.
Schon öffnet sich ein weiterer Vorhang und Tänzer aus Europa und Afrika zeigen unter der künstlerischen Leitung von Helge Letonja (steptext dance project) und Opiyo Okach Ausschnitte aus dem Tanzprojekt HOME 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m. Weiter geht die Reise – durch eine Stadt aus Mini ZON-MAIs, die Grundschulkinder aus Bremen mit Ihren eigenen Visionen vom Zuhause belebt haben. Gesang legt sich über die gesamte Szenerie und ein gemeinsames „Flying Banquet“ führt Künstler und Besucher, Schüler und Studenten, Organisatoren und geladene Gäste zusammen.
Eintritt frei. Anmeldung erforderlich unter: 0421 – 500 333
(Kartenvorbestellung der bremer shakespeare company)
Statement des britischen Regisseurs Lee Beagley:
„Je mehr wir reisen, desto schneller lernen wir, dies mit leichtem Gepäck zu tun.
Bremen ist an einem Fluss gelegen, der einst einem reißenden Highway in die Welt glich. In der Überschreitung der Gewässer der Welt lag der Ursprung seines Wohlstandes.
Das ländliche Gebiet am nördlichen Minho an der Grenze zu Spanien ist eine Gegend Portugals, von der aus große Teile der Bevölkerung gewandert sind: auf dem See-, Land- oder Luftweg, und dies über Jahrhunderte hinweg. Viele der Familien wanderten in die Welt hinaus, um zu überleben. Viele fanden ein Zuhause – anderswo.
Steine und Boote. Schwimmen und Sinken.
Es ist nicht leicht, das Gewicht eines Zuhauses zu tragen. Das Gewicht dessen, was wir zurücklassen.
Doch wenn wir aufbrechen, um unser Zuhause zu verlassen, tragen wir stets den Ort in uns, aus dem wir gerade kommen. Dies ist unvermeidlich.
Manchmal inspiriert uns dies und gibt uns neuen Schwung. Erinnerungen können ebenso wie Ziele einem Schluck Wasser gleichen, wenn wir durstig sind oder aber uns das Wasser entziehen und am Grund halten, wie Steine in einem ausgetrockneten Fluss.
Luft und Flügel.
Ob man es mag oder nicht, in der modernen Welt geht es darum, in einem Zustand der ständigen Veränderung zu leben und auch die Frage danach, wohin wir gehören oder zu wem wir gehören, unterliegt dem Wandel.
In bestimmter Weise haben wir gelernt, ohne zu viel Gepäck durch unser Leben zu gehen.“
Living on air
Die Comédias do Minho und die bremer shakespeare company präsentieren sich auf dem Sommerfest WUNDERBAR im LichtLuftBad auf dem Stadtwerder.
(Video-)Künstler aus Paris zu Gast in Bremen –
Vernissage der Doppelausstellung von Fabien Maheu
Das Institut français Bremen und die Hochschule für Künste laden den Video- und Bühnenkünstler Fabien Maheu nach Bremen ein. Im Rahmen einer Doppelausstellung, die am 23. September um
18 Uhr in der Galerie Dechanatstraße eröffnet wird, und einer Live-Performance präsentiert der Künstler verschiedene Facetten seines künstlerischen Schaffens.
Ursprünglich als Autor und Theaterregisseur tätig, realisiert Fabien Maheu mehr als 20 Inszenierungen, die in Frankreich, Europa und Québec gespielt werden. Die Auseinandersetzung mit der Videokunst eröffnen ihm neue (bild)künstlerische Erkundungsfelder, die seine Ausdrucksmöglichkeiten erweitern und ihn an den Grenzbereich zwischen Lautpoesie, Performance und digitaler Kunst führen. Mit dem von ihm gegründeten Künstlerkollektiv ANIMO PLEX entwickelt er eine dichte Bühnensprache – höchst musikalisch und komplex.
Als Spezialist des Werkes von Peter Greenaway, sowie der neuen digitalen Technologien in den Bild- und Bühnenkünsten, unterrichtet der promovierte Künstler („Geschichte und Semiologie von Text und Bild“) regelmäßig an verschiedenen Universitäten und Kunsthochschulen in Frankreich.
20.09.-19.10.2012: Karneval
Im Institut, seiner résidence d’artiste, stellt der französische Künstler einen Teil seiner Zeichnungen und Skizzen aus. Die Zeichnung in seinen unterschiedlichsten Facetten – vorbereitende Bühnenskizzen, Storyboards für Dreharbeiten oder reine plastische Studien – stellt für Fabien Maheu eines der elementaren Werkzeuge in seinem künstlerischen Schaffen dar.
Öffnungszeiten: Mo-Do: 9-19 Uhr + Fr: 9-17 Uhr
Ort: Institut français Bremen, Contrescarpe 19
23.-30.09.2012: Exkoriation
In der Galerie Dechanatstraße präsentiert Fabien Maheu einige seiner Videoarbeiten und Installationen. Die Ausstellung greift jene Themen auf, die für den Künstler von elementarer Bedeutung sind: die Fremdheit, die Komplexität des Ausdrucks vom Anderssein in einer Gemeinschaft, der Traum als Möglichkeit der (Grenz-) Überschreitung und Befreiung.
Die projizierten Bilder erfüllen hierbei stets ihren Status als Täuschung: Sie täuschen heterogene Realitäten vor, anstatt diese tatsächlich darzustellen. Bei der Installation Du blanc seulement verweisen die einzelnen Bilder, die in ihrer Abfolge keiner Kausalität gehorchen, sowohl auf den Surrealismus, als auch auf eine elementare Poetik der Koexistenz: Zwei beieinanderstehende Objekte entsprechen nicht einfach der Summe ihrer Einzelteile, sondern ergeben etwas Drittes, etwas Anderes und Neuartiges.
Zudem wird die Installation / Performance „In Verso“ präsentiert: Gemeinsam mit Studenten der Hochschule für Künste und in Zusammenarbeit mit Prof. Jean-François Guiton im Rahmen eines Workshops im Mai 2012 erarbeitet, wird der Einbruch des Fremden in das Zuhause thematisiert. „In Verso“ setzt sich aus einer komplexen Anordnung von Leinwänden zusammen. Die projizierten Filme einerseits und die Live-Performance andererseits stehen in unmittelbarem Bezug zueinander und interagieren wechselseitig.
www.hfk-bremen.de, www.institutfrancais.de/bremen, www.animoplex.net
Öffnungszeiten: täglich von 11-19 Uhr
Ort: Galerie Dechanatstraße, Dechanatstr. 13-15
Eintritt frei
Ausstellungseröffnung: Meine Welt Zuhause / Lügen wie gedruckt
Ausstellungseröffnung durch den Präsidenten des Senats und Bürgermeister der freien Hansestadt Bremen Jens Böhrnsen und Ehrung (365 Orte im Land der Ideen) mit Peter König, Deutsche Bank AG.
In Anlehnung an die ZON-MAI hat QUARTIER die Idee der „mini ZON-MAI“ entwickelt. „Meine Welt Zuhause“ ist eine künstlerische Reise, die sich vor allem mit der emotionalen Bindung der Schüler an ihr Zuhause auseinandersetzt.
Neun Grundschulen aus sieben Stadtteilen sind am Projekt beteiligt. Etwa 250 Kinder mit unterschiedlichem kulturellen und ethnischen Hintergrund bauten, von professionellen Künstlern angeleitet, in Kunstwerkstätten ihre Vision vom Wohnen, belebten sie mit ihren Zuhause-Gefühlen und Gedanken. Es entstanden 220 Wohnmodule, die zu 25 bis zu über zwei Meter hohen Häusern
zusammengebaut werden und eine begehbare ZON-MAI Stadt mit Straßen und Postkästen ergeben.
In „Lügen wie gedruckt“ konnten Kinder und Erwachsene die Wirklichkeit auf den Kopf stellen. In der Druckwerkstatt wurde Lügen zum künstlerischen Mittel; Erfinden braucht Fantasie und Kreativität. Die Lügengeschichten rund um das Leben Zuhause sind aus der Ich-Perspektive erzählt und künstlerisch in der Technik der Radierung und des Linoldrucks gestaltet. Entstanden sind über 300 wundersame Geschichten von Forschungslaboren im Wohnzimmer, grünen Schwestern, verliebten Ziegen und laufenden Taschentüchern.
Künstlerische Werkstätten für Grundschulklassen:
Tageswerkstätten
Im Rahmen der Ausstellung werden von 9.00-13.00 Uhr Tageswerkstätten angeboten. Hier können sich Grundschulklassen der Jahrgänge 3-4 in verschiedenen Techniken zum Thema Zuhause ausprobieren und ausdrücken. In einer Druckwerkstatt werden Zuhause-Texte und Radierungen entstehen. Zeichnungen, Modelarbeiten, eine Rapp- sowie eine Perkussionswerkstatt geben Zuhause-Erinnerungen, Zuhause-Wünschen und Zuhause-Gefühlen eine Gestalt.
Die Tageswerkstatt umfasst eine Ausstellungsführung, künstlerisches Arbeiten und schließt mit einer Tagesabschlusspräsentation aller Ergebnisse ab. Die Werkstätten werden von Bremer Künstlern angeleitet.
Anmeldung bis zum 14.9.12 erforderlich: Tel.: 0421 – 87 58 80, Fax. 0421 – 872 55 61, Kattenturm@quartier-bremen.de
Die Teilnahme ist kostenlos.
Mit „Meine Welt Zuhause“ gehört QUARTIER zu den Preisträgern im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Die ausgewählten Projekte gehen kreative Wege, setzen Ideen erfolgreich um und fördern Innovationen in Deutschland. Schirmherr ist der Bundespräsident und die Deutsche Bank.
Projektleitung: Kerstin Holst, Projektassistenz: Katrin Höpker
zu sehen bis zum 5. Oktober, täglich von 10.00-18.00 Uhr
Eintritt frei
Bremen spricht (d)eine Sprache!
Eine Projektinitiative des Sprachenrats Bremen e.V. mit dem Institut francais.
Im Hinblick auf den europäischen Tag der Sprachen am 26. September haben wir Kindern, die mehrsprachig aufwachsen, das Wort geben: Was bedeutet es im Alltag, zwei- oder mehrsprachig zu sein? Mit wem spricht man welche Sprache? In welcher Sprache fühlt man sich Zuhause? Diese Fragen stellen wir Kindern zwischen 8 und 12 Jahren – der nächsten Generation von bremischen Europäern.
Am 26. September werden die aufgezeichneten Interviews im Kinosaal des Institut français präsentiert.
Sie können schon diese video sehen in die rubrik Mach mit!
Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung erforderlich unter: 0421 – 339 44 12
(Camille Dias, Assistentin der Bildungs- und Sprachabteilung)
Zudem sind die Filme auf mehreren Internetseiten veröffentlicht:
www.zuhauseanderswo.de / www.institutfrancais.de/bremen
Deutsch-Afrikanischer Kochwettbewerb
Brücken bauen und Vorurteile abbauen: Bremer verschiedener Herkunft bilden Teams, um gemeinsam typische Speisen aus Deutschland und Afrika vor den Augen des Publikums zuzubereiten.
Nach der Verkostung entscheidet das Publikum über das Gewinnerteam.
Die Gerichte werden zum Selbstkostenpreis verkauft.
In Kooperation mit der AG Afrika
Eintritt frei
Premiere des Tanztheaterstücks: MINIATUREN zuhause.anderswo
Zuhause - was heißt es für dich, wenn dein Zuhause zurückgelassen, zerstört, zerbrochen ist, du daraus vertrieben bist? Wovon träumst du, wenn du ein Zuhause suchst? Wie stellst du dir dein Zuhause vor? Diese Fragen werden von jungen Menschen in Bewegungs-Bilder umgesetzt.
Eine Performance mit Tanz, Percussions, Kunst und Video.
Schüler aus vier Bremer Oberschulen
Künstlerische Leitung, Choreografie: Wilfried van Poppel
Projektleitung: Holger Hering (QUARTIER)
Weitere Vorstellungen: 29. und 30.09. um 20 Uhr
Eintritt frei