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Institut français Bremen

Das Institut français Bremen griff die Fragen, die die ZON-MAI aufwirft, auf vielfältige und interdisziplinäre Weise auf: So standen die Themenfelder Migration und Integration im Fokus der Podiumsdiskussionen und Debatten mit Vertretern aus Wissenschaft und Kultur, als auch eines bildkünstlerischen Projektes mit dem französischen Künstler, Film- und Theaterregisseur Fabien Maheu. Hierbei ging es stets darum, eine Reflexion der genannten Themen im internationalen Kontext in Gang zu setzen, weite Teile der Gesellschaft an der Auseinandersetzung teilhaben zu lassen und einen Austausch verschiedener Standpunkte und Erfahrungen zu begünstigen.

 

Homepage des Institut français Bremen

 

Bildkünstlerisches Projekt mit Fabien Maheu

Mit der Hochschule für Künste lud das Institut den Künstler, Film- und Theaterregisseur Fabien Maheu ein. Als artiste en résidence, sowie im Zuge eines Workshops mit den Studierenden der Klasse von Jean François Guiton war die ZON-MAI der Impulsgeber seines künstlerischen Schaffensprozesses. Das Ziel der gemeinsamen Arbeit mündete in einer Ausstellung und Performance, die vom 2.-4. Mai in der Galerie Flut präsentiert wurde. 

Im Rahmen des Festivals im September zeigte Fabien Maheu in einer Doppelausstellung und einer Live-Performance Ausschnitte aus seinem breiten künstlerischen Repertoire.

Mehr Informationen zu der Doppelausstellung von Fabien Maheu im September finden Sie hier.

 

Podiumsdiskussionen und Debatten

Im Rahmen des Projektes organisierte das Institut français mehrere Podiumsdiskussionen und Symposien, um sich auf wissenschaftlicher Ebene mit den Themen Migration und Integration auseinanderzusetzen und in einen regen Austausch mit der in Bremen lebenden Gesellschaft zu treten.

 

Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier. 

 

Literarische Veranstaltung

Im Jahre 2011 erhielt der in Frankreich geborene Autor Michaël Ferrier für seinen Roman „Sympathie pour le fantôme“ den Literaturpreis der Porte Dorée, mit dem die Cité nationale de l’histoire de l’immigration (Museum für Migration, Paris) alljährlich herausragende französischsprachige Romane auszeichnet, die sich mit der Thematik des Exils befassen.

Im Rahmen der Lesung im Institut français stellte Michaël Ferrier sein neues Werk „Fukushima – Récit d’un désastre“ (Fukushima – Erzählung einer Katastrophe) vor.

Zweisprachige Lesung in Kooperation mit dem Literaturkontor

 

Bremen spricht (d)eine Sprache!

Aufgrund der Mobilität innerhalb der EU leben Staatsbürger sämtlicher Mitgliedsstaaten in Bremen. Darüber hinaus gehören auch Menschen aus Nicht-EU-Ländern, die hier leben, zu Europa. Europa liegt also nicht irgendwo zwischen Straßburg und Brüssel, sondern es ist hier in Bremen zu Hause, mit seiner Kulturvielfalt und seinen vielen Sprachen.

Mach mit!

Eine Kooperation des Sprachenrats Bremen e.V. mit dem Institut français Bremen.

 

Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

QUARTIER

QUARTIER konzipiert und realisiert seit mehr als 20 Jahren kulturpädagogische Projekte in Brennpunktstadtteilen Bremens und Bremerhavens.
Zusammen mit professionellen Künstlern, Kultureinrichtungen aus der Stadt sowie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus den Quartieren setzen wir uns mit künstlerischen Mitteln von Malerei über Tanz und Theater bis hin zur Musik mit der Lebenswirklichkeit und den Perspektiven in den Großsiedlungen sowie den Zukunftsvisionen der Akteure auseinander. Unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft finden in den Projekten von QUARTIER Menschen zusammen, um Bremen gemeinsam bunter und lebenswerter zu machen. Wir finden dabei immer wieder neue Arbeits- und Darstellungsformen, um möglichst viele Menschen an Projekten zu beteiligen und die Präsentationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bundesweit wurde die Arbeit von QUARTIER bereits als beispielhaft ausgezeichnet.
Der Kern aller Projekte von QUARTIER ist, dass wir Menschen die Möglichkeit geben, ihre eigene Umwelt zu gestalten. Wir stellen Künstler, Räume und Ideen zur Verfügung, um Neues auszuprobieren und unbekannte Fähigkeiten zu entdecken. Dieser Grundgedanke unserer langjährigen Projektarbeit kommt bei zuhause.anderswo genauso zum Tragen wie auch bei allen zukünftigen Projekten.

Homepage von QUARTIER

QUARTIER griff die Themen der Installation ZON-MAI in dem interkulturellen Projekt zuhause.anderswo auf: Minidramen, Tanztheaterszenen, Bilder und Clips, Kurzfilme, bildkünstlerische Ausstellungen und multimediale Installationen über das private Leben entstanden in vielen dezentralen Vorprojekten und wanderten im Herbst 2012 nach Bremen. Danach sind diese Fundstücke der Alltagskultur unterwegs in Frankreich und den Partnerstädten.
In Grundschulen inszenierte ein Team von QUARTIER auf Grundlage des Konzepts „Haus der Geschichten“ Minidramen zum Leben zu Hause. Geschichten, Märchen, Kinderbücher und Moritaten dienten dabei als Vorlagen für kleine Szenen, Schattentheater und Tanzmomente.

Im Rahmen der Kulturpartnerschaften mit Grundschulen bereitete QUARTIER ein bildkünstlerisches Kinderkulturprojekt mit dem Titel „Meine Welt zuhause“ vor, bei dem  Schülerinnen und Schüler Häuser (Maße 250x120x160 cm) mit jeweils 12 Wohneinheiten bauten und selbst gestalteten – als persönliche Vision ihrer „Welt zu Hause“.

Lügen wie gedruckt. In diesem Projekt ist das Lügen ein künstlerisches Mittel. Lügengeschichten sind übertrieben, angeberisch, unlogisch und wurden in diesem Projekt aus der Ich-Perspektive in einer generationsübergreifenden Werkstatt rund um das Leben zu Hause entwickelt. In verschiedenen Drucktechniken, wie zum Beispiel dem Linoldruck, Radierungen, Monotypiedruck und Holzdruck wurden Lügengeschichten in Bild und Text gedruckt und vervielfältigt.


Mit bereits durch Kulturpartnerschaften verbundenen und interessierten Schulen wurden in geeigneten Fächern Geschichten und Szenarien von den Schülerinnen und Schülern geschrieben und für die theatrale und tänzerische Umsetzung ausgewählt. In Projektwochen mit anschließender Präsentation wurden diese Szenarien in Kurz-Szenen umgesetzt, inszeniert und präsentiert.

In Tanztheaterwochen wurden mit den Schülern der 9. und 10. Jahrgänge Szenen und Bilder zum Thema „Leben im Privaten“ erarbeitet und anschließend präsentiert.

Schulklassen und ganze Jahrgangsstufen besuchten einen Tag lang die Animationswerkstätten rund um die ZON-MAI-Installation. In den Tanz-, Theater, Schreib- und Multimediawerkstätten erarbeiteten sie kurze Produktionen zu ihrem ganz persönlichen zuhause.anderswo. Mit Unterstützung von professionellen Künstlern aus den Sparten entstanden an jedem Tag Abschlusspräsentationen der Werkstätten.

Im Herbst 2012 wurden schließlich alle Projekte und Produktionen von QUARTIER und den Kooperationspartner an einem zentralen Ort präsentiert und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

bremer shakespeare company

Die bremer shakespeare company ist ein freies Repertoiretheater, das 1983 von sieben Schauspielern gegründet wurde. Programmatik und Zielsetzung ist die kontinuierliche Produktion von Shakespeare Inszenierungen und Stückentwicklungen in eigener Autorschaft.


Das Theater finanziert sich jeweils zur Hälfte durch die Einnahmen im eigenen Theater am Leibnizplatz, durch regionale, nationale und internationale Gastspielreisen, durch die Förderung der Freien Hansestadt Bremen und durch die Unterstützung von Sponsoren. Das Theater beschäftigt auf und hinter der Bühne 25 Personen in fester Anstellung.
Auf dem europäischen Festland präsentiert die bremer shakespeare company das größte Repertoire ihres Namenspatrons und mit ihrer siebenundzwanzigjährigen Geschichte einen einmaligen Erfahrungsschatz in der Umsetzung seiner Stücke.
Die Spielweise der company ist einzigartig und versteht den Theaterabend als „Fest“, alle Anwesenden sind Teilhaber des Abends, sind Gastgeber und Gäste im Gegensatz zu Akteuren und Konsumenten. Shakespeares Dramatik ist zeitlos, universell und das Ensemble setzt auf Shakespeares lustvolle Nötigung, durch die Kraft der Worte die Phantasie des Publikums in Gang zu setzen.


Seit 1993 gehören internationale Koproduktionen und Festivals zur Programmatik des Theaters. Zu den Koproduktionspartnern gehörten u.a. die Annette Leday/Keli Company (Indien, Frankreich), das Acco Theatre (Israel), das Shakespeare Festival in Bath (GB) und das Globe Theatre London (GB).
Die bremer shakespeare company ist Produzentin von interdisziplinären Inszenierungen wie Circus Quantenschaum (Begegnung von Wissenschaft und Kunst auf einer Bühne), von Inszenierungen mit Menschen mit Behinderungen und Inszenierungen mit Schülern.


Für alle interessierten Menschen werden Workshops angeboten, das Publikum hat die Möglichkeit in öffentlichen Proben den Entwicklungsprozess einer Inszenierung zu verfolgen.

Homepage der bremer shakespeare company


steptext dance project

steptext dance project ist ein international agierendes Labor und Forum zeitgenössischer Tanzkunst mit Sitz in Bremen. Im dauerhaften Zusammenschluss prägen und gestalten aktiv Tanzschaffende unter der Künstlerischen Leitung von Helge Letonja steptexts Profil als choreografischen Innovationsraum, als Produzent, Veranstalter, Projektentwickler, Nachwuchsförderer, Tanzvermittler und Netzwerker.
1996 als freie steptext dance company formiert, gehörten die Akteure 2003 zu den Gründern der spartenübergreifenden Spiel- und Produktionsstätte Schwankhalle. Seither gibt steptext dance project dort dem freischaffenden Tanz Zentrum und Bühne.

Homepage von steptext

Im Rahmen des Projektes zuhause.anderswo präsentierte steptext dance project zwei Tanzproduktionen zu den Themen Migration und Wanderungen:

Heimatland, Geburtsort, Lieblingsstadt, Ort der Beerdigung, Arbeitsort, Herkunft der Ahnen, soziales Online-Netzwerk, Fußballteam, Religionszugehörigkeit, politische Partei – der Begriff „zuhause“ ruft vielfältige Assoziationen und Projektionen physischer und mentaler Zugehörigkeiten hervor. Wie manifestiert sich „zuhause“ als Bezugsgröße, welche Relevanz hat es? Im Leben, im Tanz? Handelt es sich eher um bewegliche, wandelbare Zustände, als um äußere oder innere Orte? Bereits in der Trilogie DisPLACING Future (Uraufführung des ersten Teils "The Bog Forest" im März 2011) widmet sich der Choreograf Helge Letonja Aspekten von Migrationsbewegungen. Im Rahmen von zuhause.anderswo präsentierte steptext dance project zwei neue Tanzproduktionen, die sich erneut in diesem Themenfeld bewegen.

THE DRIFT
Ein Tanzprojekt von Helge Letonja mit Musik von Kunsu Shim und Gerhard Stäbler und Bildern von Kyungwoo Chun

Der Ozean, vielschichtige Sehnsuchtsmetapher mit organischem Eigenleben, ist für Helge Letonjas Ensembletanzstück THE DRIFT zugleich Sinnbild und ästhetische Referenz. Die Weltmeere trennen und verbinden verlassene Heimaten und ersehnte Ufer. Hier verlieren sich die Spuren Jener, die ihr Ziel nicht erreicht haben. THE DRIFT erkundet ihre Suche, fragt nach ihrem Antrieb, birgt ihre Geschichten in den Rhythmen des Ozeans. Schwarmverhalten, Strömungen und Turbulenzen werden zu Parametern des Tanzes, der dort beginnt, wo das Individuelle dem Universellen begegnet.
Die Choreografie und die von den renommierten zeitgenössischen Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim eigens geschaffene Musik entwerfen ein motivisches Wechselspiel von Sturm und Stille, Auftrieb und Untergang, Sog und Widerstand. Der Schwarm der Tanzenden pulsiert, nimmt auf, stößt ab, teilt oder sammelt sich. Resonanzen driften zwischen Körpern, Videobildern und den Klängen des live im Bühnenraum spielenden Orchesters. International besetzt mit fünf Tänzer/innen von steptext dance project Bremen und Montréal Danse blickt THE DRIFT auf Dynamiken in einer elementaren Gemeinschaft, auf Bewegungen als Triebkraft des Wandels, auf den Ozean als Erinnerungsspeicher und auf das Leben, das größer ist als wir.

Eine Produktion von steptext dance project und Montréal Danse, in Koproduktion mit Theater im Pfalzbau (Ludwigshafen), JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saarland und Scenario Pubblico (Catania/Italien) l Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e.V. – Dreijährige Konzeptionsförderung aus Mitteln des Bundes, Senator für Kultur Bremen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Goethe-Institut Montréal, Conseil des arts et des lettres du Québec.

Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

Innerhalb des Rahmenprogramms zu DisPLACING Future / THE DRIFT organisierte steptext dance project eine Podiumsdiskussion zu Motiven und Folgen der nordafrikanischen Migration und Revolution.

Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.


HOME 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m
Uraufführung der Tanzstücke “homescapes” / “The house that never walked”
Choreografie: Helge Letonja und Opiyo Okach
steptext dance project in Kooperation mit Jant-Bi / École des Sables

Afrikanische und europäische Tanzformen im Dialog: „Zuhause“. HOME. – Ein innerer oder äußerer Ort, eine Prägung, eine Erinnerung, Zugehörigkeit, temporärer Zustand, eine Sehnsucht oder ein Entwurf? Mit jeweils eigenen Blickwinkeln und Schwerpunkten choreografieren der aus Österreich stammende und in Bremen lebende Helge Letonja (steptext dance project) und der unter anderem in Frankreich produzierende gebürtige Kenianer Opiyo Okach mit Tänzer / innen aus Afrika und Europa ihre Stücke zum Thema „zuhause“...

Letonja befragt in seiner Choreografie „homescapes“ den Körper als unser physisches Zuhause, als lebendige Heimat, als Erinnerungsspeicher. Wie zeigen sich individuelle „Heimaten“ in Bewegungssprachen? Wie sind universelle und kulturell gebundene Elemente in Bewegungsabläufen verankert? Wie schlagen sich die Erfahrungen verschiedener Lebensorte im Körper nieder; wie mischen sich in ihm „Herkunftssprachen“, durch Erleben gewachsene „Bewegungsheimaten“? Die Spurenlese wird zur vielsprachigen Choreografie über „zuhause“ als leiblichen und mentalen Prozess.

Okach erkundet in seinem Teil des Doppelabends mit dem Titel „The house that never walked“ das „Zuhause“ als kollektiven, wandelbaren, gemeinschaftlichen Raum, als erweiterte soziale Architektur in Interaktion mit ihrer Umwelt. Inspiration für seine Choreografie ist das Verhältnis traditioneller nomadischer Völker Afrikas zu „zuhause“. Für sie bedeutet es keinen konkreten, permanenten, geografisch lokalisierbaren Ort. Während ihrer jahreszeitlich bedingten Wanderungen bauen sie es immer wieder neu auf. Ihr Zuhause ist kein territoriales Eigentum. Okachs Tanzstück erkundet es als aktives Gefüge permanenter persönlicher und gemeinschaftlicher Neuverortungen.

Produktion: steptext dance project in Kooperation mit Jant-Bi / École des Sables (Toubab Dialaw, Senegal). Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Goethe-Institut Dakar, Institut français Deutschland, Senator für Kultur Bremen, Institut français Bremen.

Mehr Informationen über die Vorstellungen von HOME 52° 30’ N 13° 23’ E ELEV 37 m finden Sie hier.




Cité nationale de l’histoire de l’immigration

Die Cité nationale de l’histoire de l’immigration wurde 2007 als öffentliche, multidisziplinäre Einrichtung gegründet und verfolgt das Ziel, eine Reflexion über die Einstellungen und Denkmuster von Migration in Frankreich anzuregen und hierbei insbesondere die Integrationspfade immigrierter Bevölkerungsschichten in die französische Gesellschaft aufzeigen und zu deren Anerkennung beizutragen.

Als nationale Kulturinstitution mit einem neuartigen Konzept führt die Cité ein Netzwerk an Partnerstrukturen an einem historisch bedeutsamen Ort, dem Palais de la Porte Dorée zusammen. Im 12. Arrondissement in Paris angesiedelt, beherbergte dieser Palast einst ein Kolonialmuseum, bevor es in ein Museum für afrikanische und ozeanische Künste umgebaut wurde und schließlich die Cité ihren Einzug erhielt.

Die Cité führt ihren Auftrag auf unterschiedlichen Ebenen aus: Als Museum der Geschichte und Kulturen von Migration gibt die Cité sowohl anhand temporärer, als auch anhand einer Dauerausstellung mit dem Titel „Repères“ (Orientierungspunkte) einen Überblick über diesen besonderen Teil der französischen Geschichte, der lange Zeit verkannt wurde. Die Ausstellungen sind somit der Ausdruck für einen Prozess der Anerkennung der Migrationsgeschichte und seiner Wichtigkeit in der nationalen Geschichtsschreibung.
Die Ausstellung „Repères“ präsentiert die Grundsteine der Migrationsgeschichte in Frankreich seit 1820. Hierbei stellt sie insbesondere den Beitrag der Migration zur ökonomischen, sozialen und kulturellen Entwicklung Frankreichs in den Vordergrund der Betrachtung.

Darüber hinaus umfasst die Arbeit der Cité eine ganze Bandbreite an kulturellen, wissenschaftlichen und pädagogischen Aktivitäten und Veranstaltungen, die auf eine Veränderung der Vorstellungsbilder von Migration abzielen.

Der Grundsatz der Teilhabe, auf dem die Cité basiert, äußert sich nicht zuletzt über die Existenz eines umfassenden Netzwerkes, das diese Einrichtung pflegt. Ursprünglich aus Vereinen zusammengesetzt, die die Gründung der Cité vorantrieben, umfasst das Netzwerk heutzutage neben zahlreichen Vereinen, diverse Kulturinstitutionen, Unternehmen, Forscher, Lehrbeauftragte und Gebietskörper-schaften, die ihrerseits Projekte in direkter Verbindung mit der Geschichte und der Erinnerung an die Migration in Frankreich und im Ausland initiieren.
Die Cité ist darüber hinaus fest in den verschiedenen Regionen des Landes verankert - eine notwendige Voraussetzung, um die Migrationsgeschichte in all seiner Komplexität und Vielschichtigkeit zu erfassen.

Darauf bedacht, die Auseinandersetzung mit dem Thema Migration auch außerhalb der eigenen Grenzen anzuregen, hat die Cité ein monumentales Wanderkunstobjekt von dem belgisch-marokkanischen Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui und dem Videokünstler Gilles Delmas kreieren lassen - die ZON-MAI, Botschafterin der Cité, die wie ein Nomade von Ort zu Ort wandert.

http://www.histoire-immigration.fr/